Sonsuave

Das Duo Sonsuave aus Landau in der Pfalz gibt es seit 2013.

Christiane SchalkChristiane Schalk (Gesang, Flöten, Whistles) ist eine Virtuosin auf jeder ihrer vielen verschiedenen Blockflöten und Whistles, mit denen sie den Konzerten von Sonsuave besondere Klangfarben verleiht. Genauso viel Freude wie das Spiel auf diesen Blasinstrumenten macht es der mehrsprachig aufgewachsenen Sängerin aber auch, ihre Stimme erklingen zu lassen. Ob Klezmer, Tango oder Chanson, ob Deutsch, Jiddisch, Spanisch, Französisch oder Englisch – sie verleiht mit genauso ausdrucksstarken wie sanften Tönen jedem Stück seinen eigenen, genretypischen Charakter. Sie ist in Besetzungen und Projekten unterschiedlicher Stilrichtungen immer wieder als Flötistin und Vokalistin anzutreffen.

Frank Reifenstahl (Gesang, Gitarren) hatte als Jugendlicher zuerst Kontakt mit Violine, Keyboards und Schlagzeug, begeisterte sich dann aber für die Gitarre. Von den unterschiedlichsten Musikstilen angezogen, eignete er sich autodidaktisch die notwendigen Spieltechniken an und spielte sowohl in klassischen Gitarren-Ensembles als auch in Rockbands. Heute reicht sein Repertoire von Klassik über Folk und Jazz bis zum Rock. Während er auf der Bühne mit Sonsuave vornehmlich mit akustischen Gitarren zu hören ist, komponiert und produziert er im eigenen Studio v.a. auch Musik zur Entspannung, bei der Synthesizer und anderes elektronisches Equipment zum Einsatz kommen.

Ein Konzert zu geben, eine Veranstaltung musikalisch zu umrahmen, das macht uns große Freude.

Der  Blick auf die heutige Musiklandschaft jedoch macht uns nachdenklich. Ein paar unserer Gedanken möchten wir mit Euch teilen…


Musik ist Vielfalt, ist Identität, ist Freude, ist Geschenk. Musik begleitet und umgibt uns in irgendeiner Form in fast jedem Moment unseres Lebens, sie ist international, interkulturell, universell. Sie ist für unser Leben fast so essentiell wie Luft und Nahrung.

Musik ist wertvoll, und wir sind beide dankbar dafür, jeder für sich und gemeinsam einen Zugang zu ihr gefunden zu haben und erleben zu dürfen, dass unsere Musik andere Menschen begeistert.

Bei aller Freude an der Musik bedauern wir allerdings die Art und Weise, in der Musik gerade in unserer Kultur und Gesellschaft benutzt wird. Es gibt kaum einen Ort, an dem nicht Musik aus Lautsprechern auf uns herabrieselt, banalisiert und instrumentalisiert für kommerzielle Zwecke. Wir erleben eine Musikindustrie, die den Geschmack von Millionen durch den massiven Einsatzes visueller und akustischer Reize manipuliert und dirigiert und es einigen Wenigen gestattet, von den Produkten Ihrer Arbeit zu leben. Wie allgemein in unserer Gesellschaft zu beobachten, geht auch in diesem Bereich die Schere immer weiter auf. Die Masse der Musikschaffenden muss erleben, dass Ihre Hingabe und Begeisterung, mit der sie sich ihre Musik erarbeiten und an ihr Publikum bringen möchten, vielen Menschen weniger wert ist als z.B. ein Gang ins Kino. Nur wenige der vielen unglaublich kreativen und hervorragenden Künstler und Pädagogen können sich von Ihrer Arbeit ernähren. Vollzeitbeschäftigte Instrumentallehrer mit 1000€ Monatsgehalt, renommierte Jazzmusiker mit Auftrittsgagen von 100€ – diesen Stellenwert haben Musikschaffende und das Kulturgut “Musik” in unserer Gesellschaft.

Damit nicht genug werden die konservierten Früchte Ihrer Arbeit – CDs und Audio-Dateien – schamlos kopiert und weitergegeben, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wieviel Arbeit von der ersten Idee bis zur Publikumsreife in einem Werk steckt.

Dieser kleine Text wird das nicht ändern.

Aber vielleicht regt er dich an, darüber nachzudenken. Darüber, wie arm dein Leben wäre ohne deine Lieblingsmusik. Darüber, dass es deinem Lieblingsbäcker als Verdienst wohl kaum ausreichen würde, dass dir sein Brot schmeckt.